Religionsfreiheit heute

Der SPIEGEL berichtet über einen britischen Beamten, die sich zum Papst-Besuch ein wenig Schabernack ausdachte:

Das britische Außenministerium hat sich offiziell für ein Memo eines jungen Regierungsbeamten zum “idealen” Besuchsprogramm für Papst Benedikt XVI. in Großbritannien entschuldigt.

Das interne Papier empfahl, der Papst solle bei seinem Besuch im September eine Homo-Ehe segnen, eine Abtreibungsklinik eröffnen und Benedikt-Kondome auf dem britischen Markt einführen. Außerdem könnte der Papst sein Durchgreifen im Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche beweisen und “zwielichtige Bischöfe rausschmeißen”.

[…]

Nachdem die Zeitung “Sunday Telegraph” aus dem Memo zitiert hatte, sah sich die Regierung inzwischen zur öffentlichen Entschuldigung für dieses “dumme” und “respektlose” Schreiben gezwungen.

Es gab ja mal Zeiten, da haben aufklärerische politische Philosophen vor 250 Jahren mit guten Polemiken dafür gekämpft, dass eine Regierung vom Einfluss der Kirche befreit wird. Bei so einem Kotau wird man das Gefühl nicht los, dass besagte Aufklärer umsonst gearbeitet haben. :(

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